Kirchen in den Schleidörfern
Schifferkirche Arnis

1667
flohen 64 Familien aus Kappeln, um der Leibeigenschaft zu entgehen, und
gründeten Arnis. 1673 bauten sie ihre Kirche. Besonders sehenswert im
Inneren sind die Kanzel mit einer Inschrift von 1573 sowie die vier von
der Kirchendecke abgehängten Votivschiffe - Geschenke von Schiffern als
Dank für ihre Rettung aus Seenot.
St. Marien Kirche in Rabenkirchen-Faulück

Wie eine Burg wirkt die Marienkirche in Rabenkirchen. Im ausgehenden 12. Jahrhundert wurde mit ihrem Bau begonnen. Heute bietet sie ein buntes Gemisch an Stilformen. Bei der Restaurierung 1912 wurden Wandmalereien entdeckt, die in dieser Region einzigartig sind. Die Orgel von 1697 ist ein Kleinod in der Orgellandschaft Nordelbiens.
St. Willehad-Kirche in Ulsnis

Etwas
abseits des Dorfes liegt auf einer kleinen Anhöhe eine der schönsten
Dorfkirchen der Region. Die St. Willehad-Kirche mit dem freistehenden
hölzernen Glockenturm ist ein Beispiel für die zahlreichen Kirchen, die
in ähnlicher Bauweise zwischen 1150 und 1200 auf beiden Seiten der
Schlei errichtet wurden.
Sankt-Annen-Kirche in Taarstedt

Die Feldsteinkirche ist ca. 1150 erbaut worden. Im hölzernen Glockenturm an der Westseite befinden sich drei Glocken. Im Inneren beeindrucken neben dem Granit-Taufstein aus dem 12. Jh. ein überlebensgroßes Kruzifix aus dem 15. Jh., die Orgelempore mit 12 Apostelbildern sowie der mittel-alterliche Seitenaltar mit der Anna selbdritt.
St. Andreas Kirche in Brodersby

Hoch über dem Brodersbyer Noor liegt die St. Andreas-Kirche, die sich bis heute ihren ursprünglichen Grundriss mit kurzem Rechteckschiff und quadratischem Kastenchor bewahrt hat. An ihren weiß verputzten Mauern lehnt ein schwarzer hölzerner Glockenturm, der niedriger ist als das Kirchendach.
St. Marien Kirche in Kahleby

1196 wird die Kirche erstmals urkundlich erwähnt. Ins Auge fällt die aufwendige Bemalung von 1901/07: Links Namenspatro¬nin Maria, rechts Johannes der Täufer. Der Taufstein aus dem 13. Jh. ist das älteste Stück. Das spätgotische Kruzifix zeigt sich als Lebensbaum: Aus dem Holz des Todes sprießt frisches Weinlaub als Zeichen neuen Lebens.
Jakobuskirche in Uelsby

Die an einer Allee gelegene spätromanische Kirche ist aus Ziegelsteinen und Quadersteinen erbaut. Im Inneren sind u.a. ein rechteckiger Chor hinter dem Chorbogen, der Altaraufsatz mit Abendmahlsbild und Ölbildern darüber, die Kanzel mit Reliefbildern am Korb von 1610/20, ein hölzernes Epitaph sowie der spätgotische Altarschrein sehenswert.
Kirchen in Schwansen
Kirche zu Karby

Die
schöne frühgotische Backsteinkirche im Herzen von Karby wurde um 1300
erbaut; der Turm wurde um 1500 erstellt und 1851 an der Wetterseite neu
verblendet. Angeblich brannte die Kirche dreimal ab. Bemerkenswert: Die
Kanzlei von 1592, die vermutlich vom berühmten Bildschnitzer Hans
Gudewerdt d. Ä. stammt.
Marienkirche in Waabs

In
ihren ältesten Teilen stammt die Kirche aus der Zeit der Gotik. Ihre
heutige Form erhielt sie Ende des 16. Jahrhunderts durch einen wuchtigen
Turm. Die Kirche beherbergt bemerkenswerte Kunstwerke, z.B. einen
frühgo¬tischen Taufstein und gotische Holzskulpturen. Sehenswert sind
auch die Wandmalereien aus der Renaissance im Altarraum.
St. Petri-Kirche in Rieseby

Das
Wahrzeichen Riesebys geht aufs 13. Jahrhundert zurück. Die bei
Hochzeitspaaren besonders beliebte St. Petri-Kirche ist ein
eindrucksvolles Beispiel für Backsteinbauten aus jener Zeit. Ihre
Ausstrahlung wird durch den schönen Kirch- und Friedhof noch
unterstrichen. Im Inneren zieht der barocke Altar die Blicke auf sich.
St. Laurentius in Kosel

Die
Kirche ist eine von drei Rundturmkirchen im Landesteil Schleswig. Wann
die Kirche gebaut worden ist, ist nicht bekannt; der aus der zweiten
Hälfte des 12. Jh. stammende westliche Teil des Altarraumes wurde
vermutlich im 13. Jh. eingewölbt. Im 16. Jh. befand sich an der Südseite
ein Anbau, eventuell eine Sakristei oder Grabkapelle.
Kirchen in Städten Schleswig, Kappeln und in der Umgebung
St. Petri-Dom zu Schleswig

1134 wurde der Grundstein für das imposante Kirchengebäude gelegt.
Berühmt ist der Schleswiger Dom vor allem für seinen dreiflügeligen
Bordesholmer Altar – ein Meisterwerk von Hans Brüggemann – und den
Kreuzgang „Schwahl“. Lohnend ist auch ein Besuch der Aussichtsplattform
im Westturm auf 65 Meter Höhe.
Dreifaltigkeitskirche in Schleswig

1650 gründete die Witwe Elisabeth Beling die Kirche und die Kirchen- gemeinde. Die Kanzel, Taufe und Leuchter sind aus der Gründungszeit. Der Orgelprospekt ist von 1688, der Altar von 1712. Gestühl und Innenraum wurden 1901 neobarock gestaltet und schaffen einen harmonischen Eindruck. Alle Kunstwerke sind Stiftungen der Gemeindemitglieder.
St. Andreas-Kirche in Haddeby

Es heißt, St. Andreas befinde sich auf den Grundmauern der Holzkirche, die der „Apostel des Nordens“ Ansgar im Jahr 849 bauen ließ. Im Inneren sehenswert sind das Triumphkreuz (1240), der Taufstein (ca. 1250), ein erster Altaraufsatz mit drei Kreuzblumen. Der dreiflügelige Altar (ca. 1450) zeigt die Marien-Verkündigung und -Krönung.
St. Jakobus Kirche in Moldenit

Die Feldsteinkirche stammt aus dem 12. Jh.. An der Nordseite befindet sich eine sagenumwobene Bohlentür: Angeblich versuchte der Teufel, eine Hochzeit zu verhindern und schleuderte mit einer Kette nach dem Brautpaar. Sie waren jedoch bereits sicher in der Kirche, die Kette hinterließ sichtbare Spuren über der Tür in der Kirchenmauer.
St. Nicolai-Kirche in Kappeln

Die spätbarocke Kirche direkt oberhalb des Kappelner Hafens wurde Ende
des 18. Jahrhunderts nach Plänen von Johann Adam Richter errichtet.
Größte Sehenswürdigkeit ist hier ein kleines Holzkruzifix aus dem 13.
Jahrhundert, das bereits in der Kapelle gehangen haben könnte, der
Kappeln seinen Namen verdankt.
Petrikirche Maasholm

Eine eigene Kirche erhielt Maasholm erst vor gut einem halben
Jahrhundert. Die am 22. November 1952 erbaute Petrikirche – eine
schlichte Schifferkirche – wurde auf einer Anhöhe nahe des Wassers
errichtet. Von hier oben bietet sich ein traumhafter Blick über die
weiten Buchten der unteren Schlei bis nach Buckhagen, Rabel und
Ellenberg.
Christuskirche in Gundelsby

1908 erhielt Wilhelm Voigt aus Kiel den Bauauftrag. Die Kirche ist ein nach Osten gerichtetes Satteldachhaus. Das Mittelrelief des in Jugendstilformen gehaltenen hölzernen Altaraufsatzes zeigt die Kreuzigung, die kleineren Seitenfelder die Segnung der Kinder und die Auferweckung der Tochter des Jairus. Das Pastorat ist im Landhausstil erbaut.
Kirchen in der Geltinger Bucht
St. Katharinenkirche in Gelting

Die gotische Backsteinkirche wurde ursprünglich im 14. Jahrhundert durch
die Gutsfamilie von Ahlefeld für ihre in Gelting lebenden Untertanen
errichtet. Das Vorhaus mit dem Südportal stammt noch aus dieser Zeit.
Die drei Glocken der Kirche hängen – typisch für die Region – in einem
freistehenden Holzturm.
St. Nicolaikirche in Groß-Quern

Die mit 58 Metern höchstgelegene Kirche Angelns wurde um 1200 errichtet.
Mit ihrem 23 Meter langen Kirchenschiff gehört der spätromanische
Feldsteinbau zu den stattlichsten Dorfkirchen des Landes. Der mächtige,
etwas schiefe Kirchturm wurde zu gotischer Zeit errichtet. Sehenswert:
Die Ausmalungen von E.G. Hansing.
St. Marienkirche in Esgrus

Die wuchtig emporragende Feldsteinkirche aus dem 12. Jahrhundert zählt
zu den ältesten Gotteshäusern in Angeln. Unter ihrem Backsteinturm aus
dem 15. Jahrhundert befindet sich eine Grabkammer für das nahe Gut
Rundhof. Sehenswert ist auch der Friedhof mit seinen teilweise über 700
Jahre alten Bäumen.
Kirche Neukirchen

Herzog Johann der Jüngere (1545 –1622) erbaute die „neue Kirche“ an der Ostsee, ein schlichter Backsteinbau mit Holzbalkendecke. Im Inneren befindet sich ein Altarbild mit Passahlamm, das im dritten Reich übermalt und bei Restaurierungsarbeiten wieder-entdeckt wurde. Die Ringeringk- Kanzel von 1717 stammt aus dem Glücksburger Schloss.
St. Martin in Steinbergkirche

Die Osthälfte des Kirchenschiffs und der Kastenchor gehören zu einer romanischen Feldsteinkirche vom Ausgang des 12. Jahrhunderts. Im Laufe der Jahre wurde die Kirche immer wieder erweitert – erkenn¬bar sind die unterschiedlichen Baustile aus Romanik, Gotik und Rokoko. Die Kanzel von 1640 ist ein prächtiges Werk des frühen Knorpelbarocks.
St. Laurentius in Sterup

Die Kirche aus dem 13. Jh. war zunächst eine Filialkapelle der St. Marien Kirche in Esgrus. 1887/88 wurde der westliche Holzturm durch einen 52 m hohen Backstein¬turm ersetzt. Im Inneren beeindru¬cken der spätgotische Flügelaltar (um 1500), der spätgotische Seitenaltar (16. Jh.) und das Riffelbild von Hans Breckenfeld (1751). Neue Orgel.