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title: "Schleimündung"
url: "https://www.ostseefjordschlei.de/naturpark-schlei/natur-erleben/naturschutzgebiete/schleimuendung"
description: "Naturschutzgebiet Schleimündung: Erfahre mehr über die Lebensräume und die Landschaft dieses Naturschutzgebietes."
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Naturschutzgebiet Schleimündung

 

Zwischen Ostsee und Schlei

Das Naturschutzgebiet ist eine Halbinsel am nördlichen Ufer der **Schleimündung**, östlich des Ortes Maasholm. Es handelt sich um eine natürlich entstandene, sehr abwechslungsreiche Strandwalllandschaft. Die östliche Küstenlinie ist eine typische Flachküste mit Strand, Dünen, Strandwällen und Trockenrasen. An der Westseite sind Nehrungshaken mit ausgeprägten Windwatten ausgebildet. Sie weisen an der Schleswig-Holsteinischen Ostseeküste eine besondere Ausprägung auf. Oehe-Schleimünde ist bedeutendes Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiet für nordische Zugvögel. Unter anderem Küstenseeschwalben, Austernfischer, Möwen, Enten und Gänse nutzen diesen Rückzugsort. Das Gebiet ist Teil des Stiftungslandes, dem landesweiten Netz wertvoller Naturflächen der . Eine Galloway-Herde sorgt ganzjährig für eine extensive Beweidung. Ziel ist dabei die Förderung von wiesenbrütenden Vogelarten. Eine Beschreibung, wo ihr im Gebiet Vögel beobachten könnt, findet ihr **unten**.

Führungen und Ausstellung

Am Nordrand des Gebietes (Vogelwärterhütte) können sich Interessierte in einem Infozentrum des , der das Naturschutzgebiet betreut, informieren. Das Betreten des Gebietes ist lediglich in Begleitung der Vogelwärter während Führungen gestattet:

**Führungen ab Vogelwärterhütte**

Dienstag - Sonntag: 11 + 14 Uhr

Dauer: 1,5 Stunden

Keine Anmeldung erforderlich.

Sonderführungen nach Absprache möglich.

**Naturkundliche Ausstellung Vogelwarthütte**

Dienstag - Sonntag: 10 - 17 Uhr (April bis Oktober)

Montag: Ruhetag

Anfahrt Vogelwärterhütte Nordseite: Parkplatz in Maasholm-Exhöft. Von hier zu Fuß oder mit dem Rad über den Deich weiter bis zur Hütte an der Ostsee.

Kontakt

**Verein Jordsand e.V.**
Exhöft-Seeberg 1
24404 Maasholm
Tel.: 01514 627 1971

 

Vogelbeobachtung Schleimündung

Maasholm

Karte Vogelbeobachtung Maasholm

Beim Naturschutzgebiet Schleimündung gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung. Neben den Wasserflächen der Schlei bieten feuchte Niederungswiesen, Schilfröhrichte, ein Buchenwäldchen, Strandwalllandschaften und die Ostsee Lebensräume für zahlreiche Vogelarten.

Der hier beschriebene Weg umfasst hin- und zurück ca. 5,2 km; der Weg kann auch mit dem Fahrrad befahren werden. Vom Parkplatz am Eingang von Maasholm **(1)** gelangt man über einen kurzen Verbindungsweg zum Uferweg, welcher erhöht auf einem Damm entlang der Schleimündung führt. Von hier aus kann man im Winter zahlreiche Wasservogelarten beobachten. Auf den feuchten Niederungswiesen bei **(2)** balzen und brüten jedes Jahr zahlreiche Kiebitzpaare. Zudem rasten im Frühjahr teilweise tausende Weißwangengänse auf den Grünlandflächen. Vom Hegeberg **(3)** hat man einen guten Überblick über die Niederungswiesen, den Nehrungshaken und die Windwatten, auf denen bei günstigen Windverhältnissen zahlreiche Limikolen beobachtet werden können. Der Weg verläuft weiter entlang der Naturschutzgebietsgrenze und passiert dabei Schilfröhrichte und ein Buchenwäldchen. Ein Abstecher zum Naturerlebniszentrum Maasholm **(4)** verschafft einem die Möglichkeit mehr über Schlei und Ostsee zu erfahren. Kurz vor dem Ostseestrand liegt die Seevogelschutzstation Oehe-Schleimünde **(5)**. Von hier hat man die Möglichkeit durch eine Führung mit dem Vogelwart Teile des Naturschutzgebietes zu betreten. Führungen finden von April bis Oktober täglich (außer Montag) um 11.00 Uhr und 14.00 Uhr statt (Dauer ca. 1,5 h). Vom Ostseestrand aus kann man im Winter viele Meeresenten auf der offenen Wasserfläche beobachten. Auch der Vogelzug im Frühjahr ist von hier aus gut zu beobachten (Gründelenten, Kleinvogelzug). Auf dem selben Weg gelangt man zurück nach Maasholm.

**Brutzeit:** Mittelsäger, Haubentaucher, Rohrweihe, Austernfischer, Säbelschnäbler, Kiebitz, Sandregenpfeifer, Rotschenkel, Zwergseeschwalbe, Flussseeschwalbe, Küstenseeschwalbe, Uferschwalbe, Rauchschwalbe, Wiesenpieper, Feldlerche, Schwarzkehlchen
**Rast- und Zugzeit:** Singschwan, Höckerschwan, Graugans, Weißwangengans, Brandgans, Pfeif-, Tafel-, Reiher-, Berg-, Eider-, Trauer- sowie Schellenten, Gänsesäger, Ohrentaucher, Mittelsäger, Zwergsäger, Haubentaucher, Kormoran, Seeadler, Brandseeschwalbe, Strandpieper, Schneeammer, Goldregenpfeifer

Mehr Informationen findet ihr im Buch "Vögel beobachten in Norddeutschland" von Moning/Weiß.

 

Erfahrt mehr über unsere Schutzgebiete

Reesholm

Das 120 ha große Naturschutzgebiet Reesholm liegt 10 km östlich von Schleswig. Es handelt sich um eine weit in die Schlei hineinragende Halbinsel, welche größtenteils nur wenige Dezimeter über der mittleren Wasserlinie liegt. Dieser Teil wird bei Hochwasser häufig überflutet, so dass sich dort botanisch wertvolle Salzwiesen­gesellschaften und Brackröhrichte finden. Im südlichen Bereich der Halbinsel befindet sich eine höher gelegene, flache Moränen­platte mit sandigem, mageren Grünland.

Dannewerk

Das Naturschutzgebiet umfasst rund 10 Kilometer des Dannewerks (östlicher Teil des Krummwalls, Hauptwall und Margarethenwall), die Wallanlagen um die ehemalige Wikingersiedlung Haithabu am Haddebyer Noor. Außerdem zählen einen Teil der nördlich davon liegenden, bewaldeten Hochburg und der westlich des Ochsenwegs liegende Teil des Kograbens zum Naturschutzgebiet. Es wird in weiten Teilen geprägt von Sandmagerrasen, Borstgrasrasen und kleinflächigen Zwergstrauchheiden.

Esprehmer Moor

Das ca. 38 ha große Esprehmer Moor ist der Rest eines ehemals 400 ha großen Moores, welches Ende der 60er Jahre fast vollständig kultiviert wurde. Die vielen bäuerlichen Torfstiche sind heute Lebensraum von Feuchtheiden und Torfmoospolstern. Typische Pflanzenarten sind Wollgras, Weißes Schnabelried und Rundblättriger Sonnentau. Unter den Tieren finden sich Hochmoorbläuling, Moorfrosch, Kreuzotter und Ringelnatter.

Bültsee

Der Bültsee liegt 6 km nordwestlich von Eckernförde und gilt als einer der letzten noch einigermaßen nährstoffarmen Seen in Schleswig-Holstein und in Deutschland. Es handelt sich um ein Toteisloch, das in der letzten Eiszeit entstanden ist. Der See wird vom Grundwasser gespeist und hat weder Zu- noch Abfluss. Die Wasserfläche befindet sich im Eigentum der Gemeinde Kosel, die angrenzenden Flächen gehören der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein.

Os

Kern des Schutzgebiets ist ein ursprünglich ca. 500 m langer und 9 m hoher Geländerücken, ein so genanntes Os. Dieses entstand während der letzten Eiszeit durch Ablagerungen der Gletscher. Die Vegetation setzt sich aus seltenen, an nährstoffarme Verhältnisse angepasste Pflanzen zusammen. Durch die Verzahnung mit den angrenzenden Niederungsbereichen findet sich in dem kleinen Gebiet eine enorme Artenvielfalt.

Schleimünde

Das NSG Schleimündung ist eine Halbinsel am nördlichen Ufer der Schleimündung, östlich von Maasholm. Es handelt sich um eine natürliche und sehr abwechslungsreiche Strandwalllandschaft. Die östliche Küstenlinie ist eine typische Flachküste mit Strand, Dünen, Strandwällen und Trockenrasen. An der Westseite sind Nehrungshaken mit ausgeprägten Windwatten ausgebildet. Das Gebiet ist ein bedeutendes Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiet für nordische Zugvögel.

Höckerschwäne Schwansener See

Das NSG Schwansener See liegt auf der Halbinsel Schwansen direkt an der Ostsee zwischen den Orten Damp im Süden, Schönhagen im Norden und Dörphof im Westen. Der Schwansener See mit einer Größe von ca. 110 Hektar wird von einer schmalen Nehrung von der Ostsee getrennt. Er ist umgeben von einem geschlossenen Schilfröhrichtsaum, Salzwiesen und landwirtschaftlich genutzten Weideflächen. Das gesamte Naturschutzgebiet verfügt über insgesamt 215 Hektar.