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Vom Thorsberger Moor zur heiligen QuelleHistorischer Rundgang Süderbrarup

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Thorsberger Moor

Thorsberger Moor in Süderbrarup

Das sogenannte Kesselmoor im nördlichen Teil von Süderbrarup zählt zu den größten Kriegsbeuteopfermooren der römischen Kaiserzeit. Die meisten Opfer sind Beutegegenstände besiegter Heere aus der Zeit zwischen der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts bis etwa 300 nach Christi Geburt. Nach ersten Funden beim Torfabbau wurden im Thorsberger Moor erstmals von 1858 bis 1861 Ausgrabungen vollzogen. Im Jahre 1997 wurde das Moor letztmalig mit modernen Methoden untersucht. Insgesamt wurden bis heute etwa 1.800 – vor der Opferung vermutlich rituell zerstörte – Opfergaben gefunden und archiviert, von denen heute viele im Schloß Gottorf in Schleswig ausgestellt sind.


Hünengrab Kummerhy

Hünengrab Kummerhy in Süderbrarup

Im Anschluss an die Ausgrabungen im Thorsberger Moor öffnete Conrad Engelhardt, Direktor des Flensburger Altertumsmuseums, 1861 erstmals den nahen Grabhügel. In der Mitte kam eine einfache, von zwei Steinkreisen umgebene Grabkammer zum Vorschein. Fundstücke daraus stammen aus der Steinzeit, dem Bronzezeitalter und der Eisenzeit. Offenbar hat das Grabmal lange als letzte Ruhestätte gedient. 1927 wurde das Grab nochmals freigelegt und die Erde vom Hügel als Wall rund um die Anlage gesetzt. Das Grabmal liegt auf einer Koppel, die einst den Namen „Cummer-Hye“ trug, der vermutlich auf das plattdeutsche „Kaamer-Hye“ (Höhe mit der Grabkammer) zurückgeht.

Bahnhof Süderbrarup

Bahnhof in Süderbrarup

Am 21.12.1881 wurde die Bahnstrecke zwischen Kiel und Flensburg eröffnet. Dafür wurde der Bahnhof in Süderbrarup mit seinen farbigen Zierschichten im Mauerwerksverband erbaut. Ab 1883 war der Bahnhof auch Endhaltepunkt der Schleswig-Angelner Eisenbahn, die ab 1898 als Schleswiger Kreisbahn firmierte und ihre Strecke 1904 bis Kappeln verlängerte. Der Personenverkehr der Kreisbahn endete 1972. Die Trasse zwischen Schleswig und Süderbrarup ist heute ein Radwanderweg. Zwischen Süderbrarup und Kappeln verkehrt bis heute die Angelner Dampfeisenbahn, Deutschlands nördlichste Museumsbahn.

Alte Post

Das markante Gebäude ist eng mit der Geschichte seines Erbauers, dem Postmeister und Chronist Adolf Petersen, verbunden. Mit 24 Jahren übernahm dieser 1899 die Leitung des Postamtes in Süderbrarup. Im Jahr 1902 errichtete er das noch heute im Familienbesitz befindliche Postgebäude. Mit den Jahren erweiterte der Postmeister das Netz seines Amtes auf 42 Gemeinden. 1939 ging Petersen in Pension, 1945 wurde er als ehrenamtlicher Bürgermeister in Süderbrarup eingesetzt. Noch bis zum Jahr 2008 verblieb die Deutsche Post in diesem Gebäude in der Bahnhofstraße 6.

Sankt Jacobi Kirche

Wahrscheinlich entstand der weiß gestrichene Feldsteinbau unter dem Bischof Albinus, der von 1117 bis 1135 in Schleswig amtierte. Die Kirche ist dem Apostel Jacobus dem Älteren geweiht, dem Schirmherrn der Wallfahrer. Dies lässt – ebenso wie der Fund eines Bleisiegels der Kirche mit Pilgerstab und Pilgermuschel – darauf schließen, dass Süderbrarup einst ein viel besuchter Wallfahrtsort war. Einst besaß die Kirche einen 14 Meter hohen, hölzernen Glockenturm. 1892 wich dieser dem heutigen Kirchturm.

Heilige Quelle

Heilige Quelle in Süderbrarup

Die Heilige Quelle liegt an der Quellenstraße auf einer ehemaligen Koppel mit dem Flurnamen „Boyki“ (Badequelle). Traditionell galt das Quellwasser als heilend. Einst sollen viele Wallfahrer in der wärmsten Zeit des Jahres in der Quelle gebadet haben, um sich von allerlei Gebrechen zu befreien. Die vielen Badenden dürften wiederum Händler nach sich gezogen haben – und so soll 1593 das bis heute am letzten Juliwochenende gefeierte Süderbraruper Volksfest, der Brarup-Markt, entstanden sein. Seit 1925 tritt das Wasser der Heiligen Quelle, die inzwischen nur noch durch ablaufendes Oberflächenwasser gespeist wird, in einer steinumrahmten Nische zutage.

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