Ein Meeresarm der
Ostsee stellt sich vor
Die Schlei ist ein Meeresarm der Ostsee, der mit einer Länge von 42 Kilometern von Schleimünde im Osten, bis nach Schleswig im Westen in das Landesinnere hineinreicht. Aufgrund ihrer Gegebenheiten ist die Schlei kein Fluss und auch eher keine Förde, auch wenn wir sie liebevoll einen Fjord (dänisch für Förde, aber auch für jede ) nennen. Während der Weichsel-Eiszeit bildete sich dort, wo heute die Lotseninsel Schleimünde zu finden ist, durch Gletscher-Schmelzwasser eine glaziale Rinne, welche sich im Lauf der Zeit sowohl mit süßem Schmelzwasser als auch mit salzigem Ostseewasser füllte - die Schlei. Richtige Bezeichnungen für unser schönes Gewässer sind also: Schmelzwasserrinne, Glaziale Rinne und Meeresarm. Ihre Gestalt ist vielfältig - leicht hügelige Landschaften wechseln sich mit Raps- und Kornfeldern ab und die etwa 151 Kilometer lange Uferlinie ist gesäumt mit weitläufigen Nooren (ebenfalls ein aus dem Dänischen stammender Begriff), wie diese Haffs und Strandseen in der Region genannt werden. Haffs bezeichnen Brackgewässer, welche durch vorgelagerte Inseln oder Nehrungen weitestgehend vom Meer getrennt werden. Strandseen werden sie genannt, wenn der Abtrennungsprozess abgeschlossen ist.
