Dorfgeschichten: Arnis

Wie die Insel
besiedelt wurde

1415 soll der damalige dänische König Erich der Pommer die Landverbindung gekappt haben, sodass Arnis eine Insel wurde. Erst 1796 wurde der Damm zwischen der Insel Arnis und dem Festland gebaut.
Die eigentliche Besiedlung von Arnis begann, als der Kappelner Lehnsherr Detlev von Rumohr auf Roest von seinen Untertanen verlangte, den Treueeid zu leisten. 64 Familien wollten jedoch unabhängig bleiben, wodurch ihnen ein Verbleib in Kappeln untersagt wurde.

Daher ersuchten sie Herzog Christian Albrecht, ihnen die damalige Insel Arnis zur Besiedlung zu überlassen. Heute befindet sich die Urkunde, die die Besiedlungserlaubnis erteilte, im Landesarchiv in Schleswig.

1667 wurde somit Arnis gegründet, die Insel gerodet und bebaut. Eines der ersten Gebäude war die Schifferkirche. Auch heute noch sieht man einige historische Spuren in Arnis, so zum Beispiel das Haus Lange Straße 12 aus dem Jahre 1712. Auch die Lange Straße selbst erinnert an die Gründertage.

Für Fährbenutzer und Interessierte gibt es auf Instagram und Facebook die Möglichkeit, sich über die Arbeit und den Fährbetrieb zu informieren und tagesaktuelle Informationen abrufen zu können.

Die kleinste Stadt
ganz groß

Heute ist Arnis deutschlandweit bekannt als die kleinste Stadt des Landes. Wie eine Stadt mit gerade einmal knapp 300 Einwohnern das Stadtrecht erhält? Ursprünglich hatte Arnis, wie auch 24 weitere Gemeinden in Schleswig-Holstein Ende des 17. Jahrhunderts den Status eines sogenannten „Fleckens“. Bis 1920 verloren alle Fleckengemeinden eben diesen Status und wurden zu Städten, einzig Arnis blieb ein Flecken. Durch eine im Jahre 1934 durchgeführte Gebietsreform wurde dann auch aus dem Flecken Arnis die Stadt Arnis.

Jetzt ist das kleine Fischerörtchen vor allem bei Urlaubern sehr beliebt, die auf der Suche nach echtem, maritimem Ambiente sind. Die “Lange Straße”, ist der wohl prachtvollste Platz der Stadt, umgeben von gekappten Linden und den so ursprünglichen Fischerhäusern aus dem 18. Jahrhundert. Besonders schön fügt sich in Arnis auch der Segelhafen in das Stadtbild ein. In den Wintermonaten ist Arnis bei Bootseignern durch die Werft im Dorf und mehrere Hallen, die als Winterliegeplätze genutzt werden, ebenfalls sehr gefragt. Doch, nicht nur mit dem Segelboot, sondern auch mit der Seilfähre kann man von Arnis aus die Schlei befahren und in Richtung Sundsacker/Winnemark in Schwansen übersetzen. Sie möchten lieber festen Boden unter den Füßen haben und die Stadt erkunden? Dann nehmen Sie sich etwa eine halbe Stunde Zeit und gehen Sie auf dem Fußweg entlang des Schleiufers spazieren.

Unsere Tipps für die Schleidörfer

Angelner Dampfeisenbahn

© Ostseefjord Schlei GmbH/Sinnlicht Fotografie