Kirchen an Schlei und Ostsee

Gotteshäuser an Schlei und Ostsee

Zum Ende der Wikingerzeit begann an Schlei und Ostsee die Christianisierung. Bald entstanden erste Klöster und Kirchen. Heute ist der Schleswiger Dom mit Sicherheit das bedeutendste und bekannteste Gotteshaus an der Schlei. Bereits 1134 wurde der Grundstein für den Schleswiger Dom gelegt, berühmt für seinen dreiflügeligen Bordesholmer Altar und den Kreuzgang Schwahl.

Auch die zahlreichen Dorfkirchen, unter ihnen viele romanische Feldsteinkirchen, fügen sich wunderbar in die Landschaft der Schlei- und Ostseeregion ein. Zahlreiche dieser im Ursprung mittelalterlichen Kirchen sind an Schlei und Ostsee bis heute erhalten, zum Beispiel in Brodersby und in Ulsnis.

Impressionen Ihres Kultururlaubs

28 Kirchen an Schlei und Ostsee

Arnis: Schifferkirche

1667 flohen 64 Familien aus Kappeln, um der Leibeigenschaft zu entgehen, und gründeten Arnis. 1673 bauten sie ihre Kirche. Besonders sehenswert im Inneren sind die Kanzel mit einer Inschrift von 1573 sowie die vier von der Kirchendecke abgehängten Votivschiffe - Geschenke von Schiffern als Dank für ihre Rettung aus Seenot.

Rabenkirchen-Faulück: Sankt Marien-Kirche

Wie eine Burg wirkt die Marienkirche in Rabenkirchen. Im ausgehenden 12. Jahrhundert wurde mit ihrem Bau begonnen. Heute bietet sie ein buntes Gemisch an Stilformen. Bei der Restaurierung 1912 wurden Wandmalereien entdeckt, die in dieser Region einzigartig sind. Die Orgel von 1697 ist ein Kleinod in der Orgellandschaft Nordelbiens.

Ulsnis: Sankt Willehad-Kirche

Etwas abseits des Dorfes liegt auf einer kleinen Anhöhe eine der schönsten Dorfkirchen der Region. Die St. Willehad-Kirche mit dem freistehenden hölzernen Glockenturm ist ein Beispiel für die zahlreichen Kirchen, die in ähnlicher Bauweise zwischen 1150 und 1200 auf beiden Seiten der Schlei errichtet wurden.

Sörup: St.Marien Kirche

Die St.Marien Kirche wurde Ende des 12.Jahrhunderts erbaut und befindet sich im Ortskern der kleinen Gemeinde in Sörup.

Taarstedt: Sankt Annen-Kirche

Die Feldsteinkirche ist ca. 1150 erbaut worden. Im hölzernen Glockenturm an der Westseite befinden sich drei Glocken. Im Inneren beeindrucken neben dem Granit-Taufstein aus dem 12. Jahrhundert ein überlebensgroßes Kruzifix aus dem 15. Jahrhundert die Orgelempore mit 12 Apostelbildern sowie der mittelalterliche Seitenaltar.

 

Brodersby: Sankt Andreas Kirche

Hoch über dem Brodersbyer Noor liegt die St. Andreas-Kirche, die sich bis heute ihren ursprünglichen Grundriss mit kurzem Rechteckschiff und quadratischem Kastenchor bewahrt hat. An ihren weiß verputzten Mauern lehnt ein schwarzer hölzerner Glockenturm, der niedriger ist als das Kirchendach.

Kahleby: Sankt Marien Kirche

1196 wird die Kirche erstmals urkundlich erwähnt. Ins Auge fällt die aufwendige Bemalung von 1901/07: Links Namenspatronin Maria, rechts Johannes der Täufer. Der Taufstein aus dem 13. Jh. ist das älteste Stück. Das spätgotische Kruzifix zeigt sich als Lebensbaum: Aus dem Holz des Todes sprießt frisches Weinlaub als Zeichen neuen Lebens.

Uelsby: Jakobuskirche

Die an einer Allee gelegene spätromanische Kirche ist aus Ziegelsteinen und Quadersteinen erbaut. Im Inneren sind u.a. ein rechteckiger Chor hinter dem Chorbogen, der Altaraufsatz mit Abendmahlsbild und Ölbildern darüber, die Kanzel mit Reliefbildern am Korb von 1610/20, ein hölzernes Epitaph sowie der spätgotische Altarschrein sehenswert.

Karby: Kirche

Die schöne frühgotische Backsteinkirche im Herzen von Karby wurde um 1300 erbaut; der Turm wurde um 1500 erstellt und 1851 an der Wetterseite neu verblendet. Angeblich brannte die Kirche dreimal ab. Bemerkenswert: Die Kanzlei von 1592, die vermutlich vom berühmten Bildschnitzer Hans Gudewerdt stammt.

 

Waabs: Marienkirche

In ihren ältesten Teilen stammt die Kirche aus der Zeit der Gotik. Ihre heutige Form erhielt sie Ende des 16. Jahrhunderts durch einen wuchtigen Turm. Die Kirche beherbergt bemerkenswerte Kunstwerke, z.B. einen frühgotischen Taufstein und gotische Holzskulpturen. Sehenswert sind auch die Wandmalereien aus der Renaissance im Altarraum.

Rieseby: Sankt Marien Kirche

Das Wahrzeichen Riesebys geht aufs 13. Jahrhundert zurück. Die bei Hochzeitspaaren besonders beliebte St. Petri-Kirche ist ein eindrucksvolles Beispiel für Backsteinbauten aus jener Zeit. Ihre Ausstrahlung wird durch den schönen Kirch- und Friedhof noch unterstrichen. Im Inneren zieht der barocke Altar die Blicke auf sich.

Kosel: Sankt Laurentius Kirche

Die Kirche ist eine von drei Rundturmkirchen im Landesteil Schleswig. Wann die Kirche gebaut worden ist, ist nicht bekannt; der aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhundert stammende westliche Teil des Altarraumes wurde vermutlich im 13. Jahrhundert. eingewölbt. Im 16. Jahrhundert befand sich an der Südseite ein Anbau, eventuell eine Sakristei oder Grabkapelle.

Schleswig: Sankt Petri Dom

1134 wurde der Grundstein für das imposante Kirchengebäude gelegt. Berühmt ist der Schleswiger Dom vor allem für seinen dreiflügeligen Bordesholmer Altar – ein Meisterwerk von Hans Brüggemann – und den Kreuzgang „Schwahl“. Lohnend ist auch ein Besuch der Aussichtsplattform im Westturm auf 65 Meter Höhe.

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Schleswig: Dreifaltigkeitskirche

1650 gründete die Witwe Elisabeth Beling die Kirche und die Kirchengemeinde. Die Kanzel, Taufe und Leuchter sind aus der Gründungszeit. Der Orgelprospekt ist von 1688, der Altar von 1712. Gestühl und Innenraum wurden 1901 neobarock gestaltet und schaffen einen harmonischen Eindruck. Alle Kunstwerke sind Stiftungen der Gemeindemitglieder.

Schleswig: Auferstehungskirche

Die Auferstehungskirche zu Schleswig wurde 1967 am Michaelisfriedhof erbaut. Besonders imposant ist das kunstvolle Glasfenster der Kirche.

Haddeby: Sankt Andreas Kirche

Es heißt, Sankt Andreas befände sich auf den Grundmauern der Holzkirche, die der „Apostel des Nordens“ Ansgar im Jahr 849 bauen ließ. Im Inneren sehenswert sind das Triumphkreuz (1240), der Taufstein (ca. 1250), ein erster Altaraufsatz mit drei Kreuzblumen. Der dreiflügelige Altar (ca. 1450) zeigt die Marien-Verkündigung und -Krönung.

Moldenit: Sankt Jakobus Kirche

Die Feldsteinkirche stammt aus dem 12. Jahrundert. An der Nordseite befindet sich eine sagenumwobene Bohlentür: Angeblich versuchte der Teufel, eine Hochzeit zu verhindern und schleuderte mit einer Kette nach dem Brautpaar. Sie waren jedoch bereits sicher in der Kirche, die Kette hinterließ sichtbare Spuren über der Tür in der Kirchenmauer.

Kappeln: Sankt Nikolai Kirche

Die spätbarocke Kirche direkt oberhalb des Kappelner Hafens wurde Ende des 18. Jahrhunderts nach Plänen von Johann Adam Richter errichtet. Größte Sehenswürdigkeit ist hier ein kleines Holzkruzifix aus dem 13. Jahrhundert, das bereits in der Kapelle gehangen haben könnte, der Kappeln seinen Namen verdankt.

Maasholm: Petri Kirche

Eine eigene Kirche erhielt Maasholm erst vor gut einem halben Jahrhundert. Die am 22. November 1952 erbaute Petrikirche – eine schlichte Schifferkirche – wurde auf einer Anhöhe nahe des Wassers errichtet. Von hier oben bietet sich ein traumhafter Blick über die weiten Buchten der unteren Schlei bis nach Buckhagen, Rabel und Ellenberg.

Gundelsby: Christuskirche

1908 erhielt Wilhelm Voigt aus Kiel den Bauauftrag. Die Kirche ist ein nach Osten gerichtetes Satteldachhaus. Das Mittelrelief des in Jugendstilformen gehaltenen hölzernen Altaraufsatzes zeigt die Kreuzigung, die kleineren Seitenfelder die Segnung der Kinder und die Auferweckung der Tochter des Jairus. Das Pastorat ist im Landhausstil erbaut

Gelting: Sankt Katharinenkirche

Die gotische Backsteinkirche wurde ursprünglich im 14. Jahrhundert durch die Gutsfamilie von Ahlefeld für ihre in Gelting lebenden Untertanen errichtet. Das Vorhaus mit dem Südportal stammt noch aus dieser Zeit. Die drei Glocken der Kirche hängen – typisch für die Region – in einem freistehenden Holzturm.

Groß-Quern: Sankt Nicolai Kirche

Die mit 58 Metern höchstgelegene Kirche Angelns wurde um 1200 errichtet. Mit ihrem 23 Meter langen Kirchenschiff gehört der spätromanische Feldsteinbau zu den stattlichsten Dorfkirchen des Landes. Der mächtige, etwas schiefe Kirchturm wurde zu gotischer Zeit errichtet. Sehenswert: Die Ausmalungen von E.G. Hansing.

Esgrus: Sankt Marienkirche

Die wuchtig emporragende Feldsteinkirche aus dem 12. Jahrhundert zählt zu den ältesten Gotteshäusern in Angeln. Unter ihrem Backsteinturm aus dem 15. Jahrhundert befindet sich eine Grabkammer für das nahe Gut Rundhof. Sehenswert ist auch der Friedhof mit seinen teilweise über 700 Jahre alten Bäumen.

Neukirchen: Dorfkirche

Herzog Johann der Jüngere (1545 –1622) erbaute die „neue Kirche“ an der Ostsee, ein schlichter Backsteinbau mit Holzbalkendecke. Im Inneren befindet sich ein Altarbild mit Passahlamm, das im dritten Reich übermalt und bei Restaurierungsarbeiten wieder-entdeckt wurde. Die Ringeringk- Kanzel von 1717 stammt aus dem Glücksburger Schloss.

Steinbergkirche: Sankt Martin Kirche

Die Osthälfte des Kirchenschiffs und der Kastenchor gehören zu einer romanischen Feldsteinkirche vom Ausgang des 12. Jahrhunderts. Im Laufe der Jahre wurde die Kirche immer wieder erweitert – erkennbar sind die unterschiedlichen Baustile aus Romanik, Gotik und Rokoko. Die Kanzel von 1640 ist ein prächtiges Werk des frühen Knorpelbarocks.

Sterup: Sankt Laurentiuskirche

Die Kirche aus dem 13. Jh. war zunächst eine Filialkapelle der St. Marien Kirche in Esgrus. 1887/88 wurde der westliche Holzturm durch einen 52 m hohen Backsteinturm ersetzt. Im Inneren beeindrucken der spätgotische Flügelaltar (um 1500), der spätgotische Seitenaltar (16. Jh.) und das Riffelbild von Hans Breckenfeld (1751). Neue Orgel.

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