„Ansgar, der erste echte Europäer. Vom Mut, Grenzen zu überwinden“
Vor 1200 Jahren brach der Mönch Ansgar aus dem Kloster Corvey - ursprünglich aus Frankreich stammend - auf in den Norden, mit einer Vision von Verständigung, Bildung und Frieden über Grenzen hinweg. Heute inspiriert seine Geschichte aufs Neue: als Brückenbauer zwischen Kulturen, Religionen und Sprachen. 2026 feiern wir sein Erbe mit grenzüberschreitenden Veranstaltungen in Schleswig-Holstein und Dänemark. Zu allen Veranstaltungen mehr unter www.ansgar2026.de.
Der Studientag bildet einen der inhaltlichen Schwerpunkte im Ansgarjubiläium. Historisch-wissenschaftliche Zugänge zur Christianisierung im Norden und gesellschaftspolitische Aspekte aus der Geschichte als Impulse für heutige aktuelle Herausforderungen werden thematisiert. Es finden Vorträge aus der Perspektive von Archäologie, Kirchengeschichte, Soziologie statt. Menschen kommen ins Gespräch. Ergänzend können handwerkliche Angebote zu dem geschichtlichen Kontext aus dem Wikingermuseum genutzt werden. Der Tag mündet in einem Jazzkonzert der dänischen Musikerin Janne Marks und des dänischen Musikers Martin Schack.
Zum Inhalt:
Die historische Perspektive fragt mit aktuellen Erkenntnissen aus Archäologie und Kirchengeschichte nach der Wahrheit zu Person Ansgars und seiner Motivation. Wie wurde Ansgar in der Geschichte gesehen und was bedeutet das für heute? Wie ist die caritative Tätigkeit Ansgars einzuschätzen? Aus der heutigen Lebenswelt schauen wir auf Ansgar als eine zerrissene und zugleich integrative Gestalt. Welche Anregungen für uns heute, für die Gesellschaft bekommen wir aus der geschichtlichen Figur Ansgar? Die soziologische Perspektive nimmt den Gedanken einer eurpäischen Identität auf. Welche Anregungen für Verständigung, Zukunftsthemen, Glaube und Friedensgestaltung können unsere gemeinsamen Wurzeln der Kultur- und Glaubensgeschichte im Norden bieten?